Maya

Die mittelamerikanische Zivilisation der Maya bewohnte seit ca. 2000 v. Chr. Teile der heutigen Gebiete von Guatemala, Belize, El Salvador, Honduras und die Halbinsel Yucatán.

Die Maya wurden von der Kultur der Olmeken beeinflusst, beeinflussten ihrerseits aber die Kulturen der Mixteken und Zapoteken, mit denen sie auch Handel trieben. Die Klassische Periode der mittelamerikanischen Hochkultur der Maya wird von ca. 250 n. Chr. bis ca. 900 n. Chr. geschätzt.

 

Maya Hieroglyphen

Zu diesem Zeitpunkt entwickelten die Maya eine Hieroglyphenschrift. Sie errichteten Stelen und Steinplatten mit eingemeißelten Inschriften historischen Inhalts. Die erste Inschrift der Maya datiert auf ca. 250 n. Chr. Das Schriftsystem der Maya war eine Kombination aus phonetischen Symbolen und Zeichen, in der Silben bildende Zeichen eine große Rolle spielten. Es ist die einzige Schrift im vorkolumbianischen Zeitalter Amerikas, welche der gesprochenen Sprache der Gemeinde entspricht. Es gibt mehr als 1000 Zeichen, von denen einige mehrere Bedeutungen haben.

 

Astrologie + Mathematik der Maya

Der Ablauf der Zeit stand für die Maya dieser Epoche im Vordergrund. Sie hatten hervorragende mathematische Kenntnisse und ihre Priester oder Astronomen waren in der Lage, die Dauer des Sonnenjahres und den Mondzyklus zu berechnen. Sie konnten Sonnen- und Mondfinsternisse vorhersagen. Sie verehrten die Venus, sie war für die Maya wichtiger als die Sonne. Sie beobachteten die Sterne und kannten z. B. den Orionnebel. Viele Inschriften berichten über die Plejaden und das Sternbild des Drachen.

Außerdem entdeckten die Maya den Stellenwert und den Begriff der Null in der Mathematik bereits 36 v. Chr. Das Zahlensystem der Maya ist vigesimal und basiert auf der Zahl 20, während das Dezimalsystem auf der Zahl 10 basiert. Sie kannten und rechneten mit Quadratzahlen.